Alkohol verfrachtet Jugendliche ins Pflegebett

Es ist schon unglaublich, was sich in unserer heutigen Welt immer wieder abspielt. Wie die „WAZ“ schreibt, mussten allein 2006 mehr als 19.000 Jugendliche aufgrund von Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zumeist gehen solche Fälle noch einmal glimpflich aus, doch zum Teil kommt es immer wieder zu schweren Folgen, die so manchen jungen Menschen an das Pflegebett fesseln, sofern sie denn überleben. Man denke nur an die Türkei-Klassenfahrt, die im Juli die Gemüter erregte.

Ebenso interessant ist, dass die Politik entsprechende Saufgelage teilweise sogar fördert. Zwar wird immer wieder davon gesprochen, dass Jugendlichen der Zugang zum Alkohol erschwert werden muss, doch wenn die Junge Union zum Disco-Abend lädt, kann es schon einmal vorkommen, dass andere Ziele anvisiert werden. Immerhin wird Folgendes für Jugendliche ab 16 Jahren (in Begleitung eines Erwachsenen) geboten: 10 Euro bezahlen und für 25 Euro trinken. Hartgesottene zahlen 15 Euro und dürfen für 40 Euro trinken – da kann man mit gutem Gewissen auch vom Flatrate-Saufen sprechen – und zwar unabhängig davon, innerhalb welchen Zeitraums es die Getränke zu vertilgen gilt. Ich roll dann schon einmal kopfschüttelnd meine Pflegebettten heran, vielleicht gibt es ja einige Jugendliche, die diese später gebrauchen können.

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